Die Schweiz bestätigt ihre Stellung als DeepTech‑Macht in Europa, wo Deep‑Tech‑ und Life‑Sciences‑Spin‑outs zusammen einen Wert von mehr als 400 Milliarden US‑Dollar erzielen. In der Schweiz wird zudem der höchste Wert an Spin‑outs pro Kopf und pro STEM‑Absolvent verzeichnet, wobei Universitäten wie die ETH Zürich und die EPFL zu den führenden Institutionen nach generiertem Wert zählen.
Diese Daten stammen aus dem DeepTech Spinout Report 2025 und dem DeepTech Talent Whitepaper, zwei Dokumenten, die zeigen, wie technologische Innovation zu einem konkreten Motor für exportstarke Wertschöpfung geworden ist. Dieser Wertfluss entsteht aus dem Zusammentreffen von Spitzenforschung und Unternehmertum: Hochschulen und Forschungszentren speisen eine Pipeline von Technologien, die sich in Produkte und Dienstleistungen verwandeln, die auf globalen Märkten exportiert werden.
Die vom European Spinouts Report 2025 gezeichnete Bilanz hebt einige Schlüsseldaten zur Rolle der Schweiz im DeepTech‑Ökosystem hervor. Die Schweiz generiert mehr Wert aus Spin‑outs pro Kopf und pro STEM‑Absolvent als jedes andere europäische Land: ein Indikator dafür, wie effizient Forschung und Humankapital in wirtschaftlich wirkungsvolle Unternehmen und in die Anziehung qualifizierter akademischer Fachkräfte für Entwicklungsprojekte neuer Technologien umgesetzt werden.
Qualität, Ausbildung, Open Innovation: das Erfolgsrezept der Schweiz
In diesem Kontext zeichnet sich die Schweiz nicht nur durch absolute Qualität aus, sondern auch durch relative Effizienz: Obwohl größere Länder in absoluten Zahlen mehr Spin‑outs produzieren, führt die Schweiz in strategischen Sektoren wie Künstliche Intelligenz, Robotik, ClimateTech, Quantum, Life Sciences und Halbleiter, in denen die Fähigkeit, wissenschaftliche Entdeckungen in kommerzielle Lösungen zu überführen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit bestimmt. Die aus diesen Ökosystemen hervorgehenden Unternehmen zeigen eine starke Neigung zu Open Innovation: DeepTech‑Produkte, die durch hohe Wissensintensität und Markteintrittsbarrieren gekennzeichnet sind, finden Märkte, die bereit sind, für überlegene Leistungsmerkmale und einzigartige Lösungen zu zahlen.
Das in der Schweiz versammelte Humankapital ist der Schlüsselfaktor: Hi‑Tech‑Teams profitieren vor Ort von hoher Spezialisierung, hoher Produktivität und einem internationalen Umfeld, in dem technische Profile, insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure, bleiben möchten — mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5–6 Jahren beim selben Arbeitgeber. Dieser Stabilitätsfaktor fördert die Kontinuität von Projekten und die Reifung von Technologien vor dem kommerziellen Skalieren.
Wie kann Made in Italy davon profitieren?
Für hitech‑Unternehmen „Made in Italy“, die auf Export setzen, erleichtert diese Stabilität den Aufbau von Produkt‑Roadmaps und Beziehungen zu ausländischen Partnern. Erfolgreich exportierende Firmen nutzen zudem operative Unterstützungsleistungen: Matchmaking, Vermittlung zu lokalen Partnern und Begleitprogramme zur Internationalisierung verkürzen die Markteintrittszeiten und erhöhen die Chancen auf Vertragsabschlüsse. Startups und Scale‑ups, die eine internationale Expansion prüfen, tun gut daran, praktische Rekrutierungsansätze zu verfolgen: transparente Vergütungspakete, leistungsbezogene Benefits und Wachstumschancen sowie die Messung von Retentionskennzahlen zur Optimierung der Investitionen in Humankapital.

