Auch das Ausscheiden der Nationrotz globaler Krisen: 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer blicken zuversichtlich in die Zukunftalmannschaft im Viertelfinal der WM 2026 gegen Argentinien hat der Stimmung im Land kaum etwas anhaben können: Laut einer neuen Umfrage des Forschungsinstituts SOTOMO im Auftrag des Versicherers Helvetia Baloise blicken 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer trotz internationaler Unsicherheiten zuversichtlich auf die kommenden zwölf Monate. Befragt wurden knapp 1900 Personen in der Deutsch- und der Westschweiz.
Ist Zuversicht kein abstrakter Wert: Sie entsteht und festigt sich dort, wo Menschen auf stabile Beziehungen, Nähe und wirtschaftliche Sicherheit zählen können. Gerade hier zeigen sich die grössten Unterschiede: Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer sind optimistischer als die Romands, ebenso Personen über 65 Jahren (86 Prozent Zuversicht) im Vergleich zu den unter 50-Jährigen (76 Prozent). Das Einkommen spielt eine grosse Rolle: Bei Personen mit einem Monatseinkommen unter 4000 Franken sinkt die Zuversicht auf 69 Prozent – ein Zeichen dafür, dass wirtschaftliche Sicherheit der entscheidende Faktor bleibt. Zwischen Männern und Frauen zeigen sich hingegen kaum Unterschiede.
Getragen wird der Optimismus vor allem von persönlichen Beziehungen: Freundschaft, Liebe, Familie und Gesundheit werden von rund jeder zweiten befragten Person als wichtigste Quelle der Zuversicht genannt. 81 Prozent jener, die sich eine Familie wünschen, sind überzeugt, dieses Ziel erreichen zu können, oder haben es bereits erreicht. Wichtigstes Lebensziel bleibt jedoch, gesund alt zu werden (77 Prozent), während rund die Hälfte der Befragten davon träumt, die Welt zu bereisen. Bei den Sorgen stehen die Gesundheit im Alter (45 Prozent) und die eigene wirtschaftliche Sicherheit (43 Prozent) an oberster Stelle.
Die Umfrage erscheint in einem politisch bedeutsamen Moment: Im Juni haben die Schweizer Stimmberechtigten, allen voran in der Romandie und in den Städten, eine Initiative abgelehnt, die eine Obergrenze für die Zuwanderung vorgesehen hätte – ein Zeichen für eine weiterhin offene Haltung gegenüber dem Ausland. Im jüngsten Weltglücksbericht belegt die Schweiz dennoch nur den zehnten Platz, hinter Finnland, Island und Dänemark.
Ein Stabilitätssignal auch für jene, die aus Italien auf die Schweiz blicken
Für italienische Unternehmen und Startups, die eine Internationalisierung in Richtung Schweiz prüfen, erzählen diese Zahlen mehr als nur eine kollektive Stimmungslage: Sie zeichnen das Bild eines stabilen Landes mit einem zusammenhaltenden sozialen Gefüge, einer offenen Haltung in Migrations- und Aussenbeziehungsfragen und einer Bevölkerung, die auch in einem komplexen internationalen Umfeld weiterhin auf die Zukunft vertraut. Es sind dieselben Voraussetzungen – Stabilität, Vertrauen, langfristige Beziehungen –, auf denen die solidesten Geschäftspartnerschaften aufgebaut werden: ein günstiges Umfeld für alle, die in der Schweiz nicht nur einen Markt, sondern einen verlässlichen Partner für die Zukunft suchen.


