Italienische Auslandshandelskammern: gemeinsam agieren, um im globalen Wettbewerb zu bestehen
Die Italienischen Handelskammern Europas sind in Rom zusammengekommen, um ihre Rolle und die Strategien zu analysieren, die eingesetzt werden müssen, um ihre Arbeit bestmöglich fortzuführen – mit einem Blick auf die geopolitische Lage und einem weiteren auf die Themen rund um KI, technologische Innovation und die unverzichtbare Zusammenarbeit mit dem politischen und institutionellen Umfeld.
An der Veranstaltung, an der auch die CCIS teilgenommen hat, waren bedeutende Vertreter der italienischen Institutionen anwesend:
- Anna Ascani, Vizepräsidentin der Abgeordnetenkammer,
- Gian Marco Centinaio, Vizepräsident des Senats,
die die Grüsse des Parlaments überbrachten und damit das Interesse der Politik am System der italienischen Auslandshandelskammern bekräftigten.
Ebenfalls anwesend waren:
- Lorenzo Cesa, Präsident der italienischen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO,
- Simone Billi, Abgeordneter des Auslandswahlkreises Europa,
- Mario Pozza, Präsident von Assocamere Estero.
Ein strategisches Asset in einer sich wandelnden Welt
In einem zunehmend fragmentierten geopolitischen Umfeld, geprägt von internationalen Spannungen, der Neugestaltung von Wertschöpfungsketten und der wachsenden Regionalisierung der Märkte, sind die Italienischen Auslandshandelskammern ein unverzichtbarer Anker. Lokal verwurzelt und in die wirtschaftlichen Strukturen ihrer Territorien eingebunden, beschränken sich die CCIE nicht darauf, den Marktzugang zu erleichtern: Sie bieten italienischen Unternehmen eine konkrete und aktuelle Einschätzung lokaler Dynamiken, reduzieren Risiken und steigern die Wirksamkeit von Internationalisierungsstrategien.
Die Botschaft, die mit Nachdruck vermittelt wurde, ist die Notwendigkeit, als System zu handeln: Synergie zwischen den Kammern und die Forderung nach Gehör bei den politischen Institutionen sind die notwendigen Voraussetzungen, damit das Kammernetzwerk sein volles Potenzial zugunsten des Systems Italien entfalten kann.
Künstliche Intelligenz: Chance und Herausforderung für Italiens Positionierung
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Thema Technologie und insbesondere der künstlichen Intelligenz, die im Mittelpunkt der Eröffnungsrede von Vizepräsidentin Ascani stand. In einem globalen Umfeld, in dem KI den Wettbewerbsvorteil von Volkswirtschaften neu definiert und Produktivität, Innovation sowie die Fähigkeit zur Wertschöpfung beeinflusst, ist Italien gefordert, strategische Entscheidungen zu treffen. Die starke technologische Konzentration bei wenigen grossen internationalen Akteuren macht es dringend notwendig, eigene Kompetenzen, Lösungen und Modelle zu entwickeln, Abhängigkeiten zu vermeiden und die Fähigkeit zur eigenständigen Positionierung zu stärken.
Für Italien geht es nicht nur darum, neue Technologien zu übernehmen, sondern das eigene Know-how zu valorisieren, die Qualität der Produktion und die Fähigkeit, Innovation in Produktionsprozesse zu integrieren: ein Erbe, zu dessen Förderung und internationaler Sichtbarmachung die CCIE einen wesentlichen Beitrag leisten können.


